Kreistagsgruppe CDU/FDP/Die Unabhängigen fragt zum Hallenbad Greene nach
Northeim/ Greene – Die Nachricht der vorübergehenden Schließung des Hallenbades Greene kam für viele nicht nur unerwartet, sondern war geeignet zu schockieren. Nicht zuletzt, da diese plötzliche Mitteilung viele an die Situation um das Hallenbad Gandersheim erinnerte. Seitens der Kreistagsgruppe CDU/ FDP/ Die Unabhängigen wurde die Nachricht, dass der Badebetrieb an der HRS Greene umgehend eingestellt wird, mit großer Besorgnis aufgenommen. Hierzu wurden zu Beginn der Woche sechs Fragen an die Landrätin gerichtet.
In diesen heißt es, dass die überregionale Bedeutung des Bades mit dem besonderen Augenmerk auf dem schulischen Schwimmunterricht bereits in der Anmeldung für Interessenbekundungsverfahren zur Aufnahme in Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ unterstrichen worden sei. „Für uns alle ist die Bedeutung dieses Bades unbestritten und eine schnellstmögliche Sanierung und Wiedereröffnung dringend geboten“, ist sich die CDU-Kreistagsfraktion einig. Vor diesem Hintergrund fragte die Kreistagsgruppe bei der Landrätin an, ob bereits ein Beschluss seitens des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages vorliege, ob eine Aufnahme des Hallenbades in das Sanierungsprogramm erfolge. Auch die Frage nach dem Zeitpunkt der geplanten Wiedereröffnung durch den Landkreis wurde durch die Gruppe gestellt.
Ebenfalls wichtig war den Anfragenstellern, dass auch die Mitglieder des Fördervereins regelmäßig informiert und auf dem Laufenden gehalten werden. Dies sei ein Fehler, der bei der Kommunikation mit der Solebad-Genossenschaft Bad Gandersheim gemacht worden sei, aus dem man lernen müsse. Seitens der Kreistagsgruppe möchte man darüber hinaus an der Lösung des Problems gerne mitarbeiten, weshalb auch die Frage gestellt wurde, inwieweit „die Politik“ weitere, flankierende Maßnahmen treffen könne, um einen schnellstmöglichen und langfristigen Weiterbetrieb des Bades zu ermöglichen.
Mittlerweile liegen zu den Anfragen auch die Antworten der Landrätin vor. So sei der Projektaufruf mit über 3.600 stark überzeichnet und die Entscheidung über die Aufnahme in das Förderprogramm werde der Haushaltsausschuss erst nach Ostern treffen können. Bzgl. der erforderlichen Maßnahmen befinde man sich derzeit noch in der Untersuchung, es liege aber im Bestreben der Landrätin, dass die für den Weiterbetrieb erforderlichen Maßnahmen bis Oktober diesen Jahres abgeschlossen seien. Zur Kommunikation sei geplant, ein persönliches Gespräch mit dem Fördervereinsvorstand zu führen, sowie den Verein selbst regelmäßig über die weiteren Schritte zu informieren. Auf die Nachfrage, was „die Politik“ an flankierenden Maßnahmen ergreifen könne heißt es in der Beantwortung, dass eine durch die für den Wahlkreis zuständigen Bundestagsabgeordneten für eine positive Bescheidung geworben werde.
Kurzfristig wurde darüber hinaus durch die CDU-Kreistagsfraktion die Anfrage an die Landrätin gestellt, ob und in wie weit eine Förderung durch die Sanierung kommunaler Schwimmbäder, für welche der Bund kürzlich 250 Mio. € bereitstellt, in Frage kommt. Über diese Prüfungsergebnisse sowie den allgemeinen Sachstand soll in der kommenden Sitzung des Ausschusses für Bauen und Verkehr am 13. Mai ein Bericht durch die Kreisverwaltung abgegeben werden.