Landvolk Northeim-Osterode und Kreistagsgruppe CDU/FDP/Die Unabhängigen tauschen sich aus
Northeim – Die Landwirtschaft im Landkreis Northeim ist ein wichtiger Wirtschaftszweig für die regionale Wirtschaft und die Nahrungsmittelversorgung. Für den ländlichen Raum ist sie gleichzeitig auch identitätsstiftend. Dementsprechend ist auch das Landvolk Northeim- Osterode als Standesvertreter ein maßgeblicher Ansprechpartner für die Politik der unterschiedlichen Ebenen. Kürzlich fand ein gemeinsamer Austausch zwischen Landvolkvorstand und der CDU-Kreistagsfraktion sowie der Kreistagsfraktion „FDP/ Die Unabhängigen“ auf dem Hof von Christoph Bretschneider statt.
„Der Austausch mit der Politik vor Ort ist für uns ebenso wichtig, wie die Gespräche mit den Abgeordneten. Wir möchten als Bauernverband die Interessen unserer Mitglieder auf allen Ebenen sachlich, aber konsequent vertreten“, erklärt Claus Hartmann, Vorsitzender des Landvolkes Northeim-Osterode. Diese über die Ebenen hinausgehende Vernetzung war auch Teil des gemeinsamen Gespräches zwischen dem Landvolk und der Kreistagsgruppe CDU/ FDP/ Die Unabhängigen am Mittwoch in der letzten Woche. So wurden die Hauptpunkte der Entwurf des Agrarstrukturgesetzes der Grünen Landwirtschaftsministerin Staudte, das Regionale Raumordnungsprogramm (RROP), die Biber, sowie Gänseproblematik intensiv beraten. Seitens des Landvolkes wünscht man sich bei solchen Themen auch eine höhere Resonanz durch die regierungstragenden Fraktionen im Niedersächsischen Landtag, da sich hier große Herausforderungen und Probleme für die Landwirtschaft vor Ort auftun.
„Für uns ist es als Kreistagsgruppe sehr wichtig, den engen Kontakt zu den Vertretern der Landwirtschaft in unserem Kreis zu halten und im Austausch miteinander Themen voranzubringen“, so die beiden Gruppensprecher Beatrix Tappe-Rostalski und Christian Grascha. Das Gespräch zeigte deutlich, dass viele landespolitische Themen auch direkte oder indirekte Auswirkungen auf die Belastung des Landkreises haben. So würde der Beschluss des Agrarstrukturgesetzes in der jetzigen, vorgeschlagenen Form bedeuten, dass bspw. der Grundstücksverkehrsausschuss mit einer neuen Bürokratieflut aufgrund der zusätzlichen Überprüfung sämtlicher Pachtverträge im Landkreis überfordert würde. Ebenso stellen die aktuellen Regelungen des Naturschutzes in Bezug auf die stetig anwachsende Biber- und Gänsepopulation nicht nur die Landwirtschaft, sondern ebenso die Kreisverwaltung vor große Herausforderungen. Derzeit startet im Bereich der Überwachung der Biberpopulation ein Monitoring, welches aus Sicht des Landvolkes jedoch die Evaluierung der Schadenspotentiale jedoch nicht ausreichend betrachtet. Dahingehend will sich die Kreistagsgruppe CDU/ FDP/ Die Unabhängigen noch mit einer eigenen Initiative weiter einbringen und befassen.